Die meisten Verträge für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung enthalten eine Klausel über eine abstrakte oder konkrete Verweisung. Der Versicherer ist berechtigt, den Versicherten auf eine andere Tätigkeit zu verweisen.

Abstrakte und konkrete Verweisung in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn Ihr Versicherer aufgrund einer Verweisungsklausel auf eine andere Tätigkeit verweist, sollten Sie sofort einen auf Versicherungsrecht und Berufsunfähigkeitsversicherung spezialisierten Rechtsanwalt kontaktieren. Die Verweisungen werden von den Versicherern oftmals „großzügig“ und nicht selten rechtswidrig gehandhabt.

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Vergleichbare andere Tätigkeit

Die neue oder ausgeübte Tätigkeit muss der bisherigen Ausbildung und Erfahrung des Versicherten entsprechen. Die Vergleichstätigkeit kommt dann in Frage, wenn sie keine höheren aber auch keine deutlich geringeren Kenntnisse und Fähigkeiten erfordert. Daneben muss die maßgebende Tätigkeit der bisherigen Lebensstellung des Versicherten entsprechen. Beispielsweise darf ein Chefarzt nicht auf eine Tätigkeit als Krankenpfleger verwiesen werden.

 

Abstrakte Verweisung

Bei einer abstrakten Verweisung in der Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es nicht darauf an, ob der Versicherte die Tätigkeit wirklich ausübt.

Versicherer muss entsprechende Tätigkeiten aufzeigen

Der Versicherer kann und muss alle Tätigkeiten aufzeigen, die Anforderungen an eine Verweisungstätigkeit genügen. Neue Verträge verzichten in der Regel auf eine abstrakte Verweisbarkeit. Eine Verweisung kommt nur in Betracht, wenn der Versicherte eine vergleichbare Tätigkeit auch wirklich ausübt.

 

Konkrete Verweisung

Konkrete Verweisungsklauseln sind mittlerweile Standard in den meisten Verträgen für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese Klauseln enthalten oft Schlupflöcher für den Versicherer, um nicht zu zahlen.

Konkretes Ausüben einer Tätigkeit

Die Verweisbarkeit kommt zum Tragen, wenn der Versicherte nach Eintritt der Berufsunfähigkeit eine Tätigkeit ausübt. Die Tätigkeit muss nach Ausbildung und Erfahrung, bisheriger Lebensstellung sowie Wertschätzung dem zuvor ausgeübten Beruf vergleichbar sein.

Beweislast beim Versicherungsnehmer

Die Schwierigkeit bei der konkreten Verweisbarkeit ist, dann nun der Versicherungsnehmer darlegen und beweisen muss, dass diese Merkmale nicht erfüllt sind.

 

Bundesweit tätig in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Mit unserem Kanzleistandort in Leipzig sind wir bundesweit anwaltlich tätig im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung. Rechtsanwalt Stephan Schneider ist auf den Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung und andere Personenversicherung spezialisiert und bearbeitet jeden Fall persönlich.