Anfechtung in der Berufsunfähigkeitsversicherung: Wartetaktik als Rechtsmissbrauch

Anfechtung in der Berufsunfähigkeitsversicherung: Wartetaktik als Rechtsmissbrauch Das Oberlandesgericht Braunschweig traf eine bemerkenswerte Einzelfallentscheidung zur arglistigen Täuschung in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Obwohl die Anfechtungsfrist verstrichen war, versagten die Richter dem Versicherungsnehmer den Anspruch auf die BU-Rente. Probleme mit der vorvertraglichen Anzeigepflicht und die Erklärung von Anfechtung und Rücktritt gehören zu den häufigen Problemen für den Rechtsanwalt […]

OLG Frankfurt: chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren kann Berufsunfähigkeit bedeuten

OLG Frankfurt: chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren kann Berufsunfähigkeit bedeuten Der Nachweis einer Berufsunfähigkeit aufgrund chronischer Schmerzstörung zählt für Versicherungsnehmer und einen Rechtsanwalt für Berufsunfähigkeit zu den schwierigsten Sachverhalten bei BU-Streitigkeiten. In einem interessanten Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt entschieden die Richter, dass eine „chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren“ eine Berufsunfähigkeit bedeuten […]

Berufsunfähigkeitsversicherung: Versicherungskammer Bayern zahlt 111.000 € bei Morbus Sudeck

Berufsunfähigkeitsversicherung: Versicherungskammer Bayern zahlt 111.000 € bei Morbus Sudeck Die Mandantin arbeitetet bei einer Bank und unterhielt eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Versicherungskammer Bayern. Aufgrund eines Mobus Sudeck (CRPS), einer Lunatumzyste, eines Ganglions und weiterer Schäden an der rechten Hand trat bei der Mandantin Berufsunfähigkeit ein. Gegenüber dem Versicherer gab die Mandantin an, dass sie aufgrund […]

Unfallversicherung: Blutalkoholkonzentration unter 2 Promille ist keine alkoholbedingte Bewusstseinsstörung

Unfallversicherung: Blutalkoholkonzentration unter 2,0 Promille ist nicht zwangsläufig eine alkoholbedingte Bewusstseinsstörung Das OLG Dresden entschied über einen Fall aus der privaten Unfallversicherung, in dem es um einen Sturz nach Alkoholkonsum ging. Auch eine Blutalkoholkonzentration von 1,17 Promille erfüllt nicht zwangsläufig einen Ausschluss wegen einer Bewusstseinsstörung. Der Anspruch der Versicherten scheiterte trotzdem, da der Ehemann auf […]

DEVK Unfallversicherung zahlt 64.000 Euro nach Sturz trotz Alkohol

Trotz anfänglicher Weigerung aufgrund der Alkoholklausel in den Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB) zahlte die private Unfallversicherung der DEVK nach anwaltlichem Tätigwerden 64.000,00 €.  Was war passiert? Der Mandant hatte einen tragischen Treppensturz, nachdem er alkoholisiert von einer Feier nach Hause kam. Aufgrund des Unfalls erlitt der Mandant ein offenes Schädelhirntrauma, eine Kleinhirnkontusion, einen Hydrocephalus occlusus und […]

BGH: Klauseln zu Telematik-Tarifen unwirksam

Der Bundesgerichtshof hat Klauseln des Tarifs einer Berufsunfähigkeitsversicherung der Augsburger Generali-Tochter Dialog Lebensversicherung für unwirksam erklärt (BGH, Urteil vom 12. Juni 2024 – IV ZR 437/22).